Ta Prohm - Die Zurückeroberung der Tempel durch die Natur

Einer der eindrucksvollsten und beliebtesten Tempel in Angkor und Kambodscha ist der 1186 von König Jayavarman VII erbaute Tempel Ta Prohm. Es ist eine der größten Tempelanlagen in Angkor und diente als buddhistisches Kloster. Die Tempelanlage ist von einer 700 mal 1000 Meter langen Steinmauer umgeben. Eine Steininschrift, die sich mittlerweile in der Conservation d'Angkor in Frankreich befindet, beschreibt die Größe und den Reichtum des Tempels: Ta Prohm besaß 3140 Dörfer und es wurden 79365 Personen benötigt um den Tempel zu unterhalten, darunter 18 hohe Priester, 2740 Beamte, 2002 Assistenten und 615 Tänzer. Zu den Reichtümern, des Tempels gehörten unter anderem Goldgeschirr mit mehr als 500 kg Gewicht, 35 Diamanten, 40620 Perlen, 876 chinesische Vasen etc.
Nach der Wiederentdeckung der Tempel von Angkor Wat 1860, durch den Franzosen Henri Mouhot, beschloss die mit der Erforschung beauftragte "L'École Francaise d'Extreme Orient", Ta Prohm im ursprünglichen Zustand zu belassen. Dadurch erhält der Besucher einen Eindruck davon, wie die europäischen Forscher den Tempelkomplex von Angkor, bei dessen Entdeckung in der Mitte des 19 Jahrhunderts vorfanden.


Ta Prohm zeigt auf eindrucksvolle Weise die zerstörerische Kraft der Würgefeigen und des noch mächtigeren Kapokbaums, die die Gebäude umschlingen und selbst die stärksten Mauern sprengen. Während Angkor Wat, Bayon und die anderen Tempel Angkors vorwiegend die Größe der Kambodschanischen Kultur und Baukunst demonstrieren, zeigt Ta Prohm vor allem die Gewalt und Macht der Natur. Ta Prohm diente auch als Kulisse für den 2001 gedrehten Kinofilm "Lara Croft: Tomb Raider"

Tipp: Überall in der Tempelanlage bieten sich Kinder für ein kleines Trinkgeld als Führer durch die Anlagen an. Insbesondere für jeden der Wert auf gute Fotos legt, lohnt diese Investition auf jeden Fall, da diese immer die besten Stellen für eindrucksvolle Fotos kennen und einem so manchen Teil des Tempels zeigen werden, den man alleine nur schwerlich gefunden hätte.



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